Sehenswürdigkeiten in Herne 
Sehenswürdigkeiten in Herne

Sehenswürdigkeiten in Herne


Cranger Pferdemarkt und Cranger Kirmes

Der Cranger Pferdemarkt fand immer am Laurentiustag statt. Das ist der 10. August. Früher gab es in der Gegend Wildpferde. Einmal im Jahr wurde diese eingefangen und auf dem Markt verkauft. Aber auch Schweine und Kühe, die hier gezüchtet wurden, verkaufte man auf diesem Markt. Aus diesem Anlass wurde wahrscheinlich auch die Cranger Kirmes gefeiert. Der Festplatz liegt direkt am Rhein-Herne-Kanal. Die Kirmes öffnet heutzutage am ersten Freitag im August und ist dann für 10 Tage zu bestaunen. Mehr als 4 Millionen Menschen vergnügen sich dort pro Jahr. Die verschiedensten Fahrgeschäfte sind hier vertreten. Von Weitem ist schon das Riesenrad zu erkennen. Für die Mutigen sind Achterbahnen aufgebaut. Aber auch für die Kinder gibt es einiges zu sehen und auszuprobieren. Für das leibliche Wohl sorgen die vielen Stände mit Pizza, Pommes, Würstchen und alles, was eben so dazu gehört. Die Kirmes ist heute sehr groß. Von Nah und Fern kommen die Besucher, um die Kirmes zu besuchen. Parkplätze gibt es genügend in der Umgebung. Einige Strassen sind zu dieser Zeit gesperrt. Die Stadt Herne wurde erstmalig im Mittelalter genannt. Damals war ein Ort mit dem Namen Haranni genannt. Das bedeutet soviel wie Siedlung auf einer Anhöhe. Von dem mittelalterlichen Dörfchen ist heute nichts mehr zu sehen. Als 1847 ein Bahnhof der Köln-Mindener Eisenbahn gebaut wurde und der Bergbau begann, entwickelte sich der Ort. Es wurden viele Zechen gebaut. Die sind heute aber alle stillgelegt. Die meisten Gebäude wurden abgerissen. Die Zechensiedlung Teutoburgia zeugt als einzige heute noch von der Bergbau Geschichte. Sie ist über 100 Jahre alt. Sie sieht heute wie eine Villengegend aus. Der Rhein-Herne-Kanal, an der die Kirmes liegt, ist eine künstliche Wasserstraße. Er verbindet den Rhein mit dem Dortmund-Ems-Kanal. Er ist 45,6 Kilometer lang. Die Bauarbeiten für den Kanal begannen 1914. Nach siebenjähriger Bauzeit war er fertig. Fünf Schleusen mussten eingebaut werden, da der Höhenunterschied zwischen Herne und Duisburg 35 Meter beträgt.


LWL-Museum für Archäologie

Das Museum für Archäologie in Herne befasst sich mit 250.000 Jahren Menschheitsgeschichte in Westfalen. Viele archäologische Fundstücke sind hier zu sehen. Sie werden präsentiert wie in einem echten Ausgrabungsfeld. Hinter der Eingangstür wird der Besucher hinunter an den Ort geführt, wo die Archäologen arbeiten. Eine Treppe führt unter die Erdoberfläche. Über einen langen, gewundenen Steg läuft der Rundgang durch die Ausstellungshalle. Rechts und links entdecken die Besucher die Geschichte aus der Vergangenheit. Durch Ferngläser sieht der Besucher die vergangen Landschaften. Die Vermessungsstangen wurden zu Hörstationen umgebaut, wo man die Geschichten und Berichte aus alten Zeiten hören kann. Es liegen die Arbeitsgeräte um die Skelette herum. Hier sieht man Zollstöcke, Schaufeln, Pinsel und Notizbücher liegen. Über die Arbeit der Archäologen kann hier viel gelernt werden. Große begehbare Würfel sind Ausgrabungszelten nachempfunden. Im Forschungslabor des Museums gibt es 14 Stationen. Hier sind die Methoden der Wissenschaftler erklärt, um die Spuren der Vergangenheit entschlüsseln zu können. In der Mitte des Labors stehen die Großsteingräber von Warburg. Die Reste der Toten und die Beigaben für das Leben nach dem Tod sind ebenfalls vorhanden. Hier kann der Besucher viel über die Menschen und ihre Umgebung erfahren. Mitten in der Ausstellungshalle ist eine Plattform. Hier wird mit Pflanzen, Hügeln und künstlich angelegter Rasen die Erdoberfläche simuliert. Der Besucher hört die Vögel singen und kann sich etwas ausruhen. Das Museum hat montags geschlossen. Hinter dem Museum befindet sich ein Parkhaus. Im Museum werden regelmäßig Führungen und Seminare angeboten. Jeden 1. Sonntag im Monat ist Familiensonntag. Hier wird ein besonderes Programm für Familien angeboten. Das gesamte Museum ist behindertengerecht. Im Museums-Cafe wird für das leibliche Wohl gesorgt.


Schloss Strünkede

Schloss Strünkede liegt in Herne und ist das ideale Ziel für einen Familienausflug. Es beherbergt ein Museum. Hier können die Besucher Kunst, Kultur und Geschichte erleben. Der Park lädt zum Spazieren ein. Er verfügt über einen Spielplatz, auf dem sich die Kinder nach viel Kultur austoben können. Ebenfalls kann Minigolf in dem Park gespielt werden. Eine Ruhepause legt man im Cafe mit einem Stück Kuchen und einem Kaffee ein. Das Wasserschloss Strünkede ist im frühbarocken Stil errichtet. Es ist Teil des Emschertal Museums. Im Rittersaal finden Trauungen statt. Das Wappen der Adelsfamilie ist aus dem Jahr 1263. Im 14. Jahrhundert wurde mit dem Bau des Schlossen begonnen. Erst im 16. Jahrhundert kam der Nordostflügel hinzu. Im 17. Jahrhundert wurde das Schloss mit dem Südwestflügel erweitert. Bis ins 18. Jahrhundert wurde es als Gericht genutzt. Von 1975 bis 1980 wurde das Schloss umfassend renoviert. Im Schloss findet der Besucher riesige Skelette eines Urzeit.-Hirsches, unterschiedliche Rüstungen, Werkzeuge und Teile von Bauernstuben. Sogar findet man hier einen VW Käfer. Es ist eins der Kultobjekte des Schlosses. Im Dachgeschoß befindet sich der Bereich "Keramik und Glas". Rund 200 Exponate aus der Heike-Ulrike-Hapke-Stiftung werden hier gezeigt. Vor dem Wasserschloss ist eine Gründerzeit Villa. Sie ist Sitz der Städtischen Galerie. Gezeigt werden hier der städtische Kunstbesitz und unterschiedliche zeitgenössische Ausstellungen, speziell von Künstlern, die aus dem Ruhrgebiet stammen. Neben der Galerie ist die Präsenzbibliothek. Sie umfasst mehr als 20.000 Bände der Kunst, Kultur und Regionalgeschichte. Über die Brücke des Schlosses kommt man zu einer kleinen Kapelle. Hier werden Hochzeiten und Taufen abgehalten.


Rhein-Herne-Kanal

Der Rhein-Herne-Kanal ist ein künstlich angelegte Wasserstraße. Auf dem Kanal ist reger Schiffsverkehr.Viele Menschen nutzen den Kanal aber auch zum Angeln, spazieren gehen, joggen und vieles mehr. Er ist 45,6 Kilometer lang und verbindet den Rhein mit dem Dortmund-Ems-Kanal. Er verläuft von Duisburg über Oberhausen nach Herne und Henrichenburg und mündet bei Datteln in den Dortmund-Ems-Kanal. Die Bauzeit betrug 7 Jahre. Fertiggestellt war er im Jahre 1914. Da zwischen Herne und Duisburg ein Höhenunterschied von 35 Meter besteht, mussten fünf Schleusen eingebaut werden, damit Schiffe diesen Unterschied bewältigen können. Ein Schiff fährt in die Schleusenkammer und das Tor schließt sich hinter ihm. Dann wird das Wasser abgelassen, bis das Schiff abgestiegen ist. Danach öffnet sich das vordere Tor und das Schiff kann weiterfahren. Auf dem Rückweg fährt das Schiff wieder in die Schleusenkammer. Jetzt wird aber soviel Wasser eingelassen, bis das Schiff wieder gestiegen ist und auf dem höher gelegenen Kanalstück weiterfahren kann. Somit ist es möglich schwer Schiffe viele Meter hoch oder runter zu befördern. Ein Schiff heben oder senken dauert gerade mal etwa 2,5 Minuten. Das Ein- und Ausfahren in die Schleusenkammer dauert jeweils ca. 10 Minuten. Kanäle sind immer künstlich angelegte Wasserstraßen. Durch Kanäle werden Flüsse verbunden, damit Schiffe dort fahren können. So entsteht ein Wasserstraßennetz. Hier können Güter transportiert werden. Schiffe sind ideal zum Transport von Gütern. Es passt viel auf ein Schiff und der Transport ist auch billig. Allerdings braucht der Transport mehr Zeit als mit der Eisenbahn oder LKWs. Aber Schiffe brauchen weniger Energie. Dadurch wird die Umwelt geschont und der Straßen- und Schienenverkehr wird entlastet. Oft wird auf dem Rhein-Herne-Kanal auch gefährliche Fracht transportiert, wie Chemikalien, Öl oder Gas. Die Schiffer müssen gut ausgebildet sein, damit sie wissen, was zu tun ist, wenn es gefährlich wird. Baden ist im Kanal verboten. Durch die rege Schifffahrt ist es viel zu gefährlich, sich hier ins kühle Nass zu stürzen. Aber es gibt immer wieder Unvernünftige, die bei schönen Wetter trotzdem hier schwimmen und so ihr Leben riskieren.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Herne

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Arnsberg

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
65 m ü. NN

Fläche:
51,41 km²

Einwohner:
165.632

Autokennzeichen:
HER

Vorwahl:
02323 und 02325

Gemeinde-
schlüssel:

05 9 16 000



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